auch am letzten Wochenende habe ich wieder Zeit gehabt, was zu unternehmen. Unter der Woche ist, wie eigentlich immer, nicht so richtig viel passiert, ich war im Sport und auf der Arbeit und es war kalt. Allerdings war das Wetter schonwieder echt gut, viel Sonnenschein! Na gut, immer mal wieder ein kleiner Schauern, aber echt viel viel Sonne, wie ihr hier seht:
Das Einhorn (schottisches Natioalsymbol, deshalb auch an einer Kette) der Einhornuniversität saß m strahlenden Sonnenschein 😉
Während die Fassenachter unter euch am Freitagmorgen vermutlich schon die ersten Kopfschmerzen hatten war ich also wieder um 7 im Spocht. Da das aber nur ein schnelles Training war und ich schon früh wieder am Schreibtisch saß habe ich mir später erlaubt, die Mittagspause ein bisschen auszudehnen und in die Stadt zu fahren um einen erneuten Versuch in den City Chambers zu unternehmen (ihr erinnert euch vielleicht, das Gebäude das zur Verwaltung gehört und daher nur Mo-Fr von 9-17 Uhr auf hat, aber eben auch nicht an Feiertagen oder zwischen den Jahren usw usw). Diesmal habe ich es also tatsächlich geschafft, mal einen Blick hineinzuwerfen! Juhuuu.
Es war schon echt eindrucksvoll, aber wie das so ist hatte ich auch hier wieder extrem Glück: es gibt wohl noch ziemclih eindrucksvolle Sitzungssäale, aber in allen 8 (oder so) waren natürlich Veranstaltungen und wir konnten nicht rein gucken. Die Führerin meinte nur "naja, sie können ja nochmal kommen, es kostet ja nix"... - ja, aber jeder normale Mensch arbeitet halt um die Zeit, in der hier geöffnet ist. Naja, es war auch so schön, seht selbst:
Diese Tür ist nicht etwa der Eingang, sondern befindet sich schon im Gebäude.
Die Eingangshalle, in der der gesamte Boden und die gesamte Decke mit Mosaiken bedeckt sind. Das Mosaik unten soll das Stadtwappen von Glasgow darstellen.
Annika vor Marmortreppe: Man ist hier ziemlich stolz darauf, dass die Treppe aus weißem Mamor ganze drei Stockwerke hoch ist, währen die weiße Marmortreppe im Vatikan wohl nur 2,5 Stockwerke hoch ist. Jaja, Prunk und Protz.
Farbenfrohes Deckenmosaik
Wer dem Löwen die Nase streichelt soll Glück haben... ich hab mal gestreichelt. Der Arme, wer dem schon so alles im Gesicht rumgetatscht hat...
Hier in dieser Bildgalerie reihen sich seit Ewigkeiten die Bürgermeister von Glasgow aneinander. Während man in den 70ern und 80ern mal zu Fotographien gewechselt ist werden nun alle wieder gemalt... oft etwas moderner und außerdem irgendwie auch mit jedem Bild größer, haha.
Jetzt hab ich also auch endlich mal die City Chambers abgehakt. Danach bin ich natürlich wieder ins Büro und habe fleißig gearbeitet, und abends ging es dann dorekt von der Uni wieder ins Training. Dass es sooooo kalt war hatte ich bei dem Sonnenschein mittags garnicht bemerkt, jedenfalls hab ich gefroren wie ein Schneider: während andere vor lauter Hitze beim Sport den Pulli ausgezogen haben hab ich nur da gestanden und mir die Hände über die Ohren gehalten, damit sie warm werden... kein gutes Zeichen, aber nach einer warmen Dusche daheim habe ich geschlafen wie ein Baby. Und außerdem habe ich meine eigenen Socken bekommen, juhuuu, jetzt so richtig dabei.
Aber ob das wohl heißt, dass ich demnächst in kurzen Hosen spielen muss???
Am Samstag war dann wieder Ausflugstag. Früh morgens los, saß ich also erst mal so etwa 3 Stunden im Bus. Unterwegs gab es einen eigentlich nicht weiter erwähnenswerten kurzen Stopp, der lediglich Kaffee- und Blasenbedürfnissen dienen sollte. Allerdings gab es in diesem Rastplatz den merkwürdigsten Geschenke-Shop, den ich je gesehen habe. Meine Highlights aus dem Sortiment (obwohl die Konkurrenz SEHR groß war und jeder von euch vermutlich 2 andere aber mindestens genauso merkwürdige Produkte hätte auswählen können) sind wie folgt:
Die Hunde-Pommes. Damit der Hund, der übrigens Gourmet und Chefkoch ist, mit am Tisch sitzen kann und sich nicht benachteiligt fühlt, weil er was anderes zu essen bekommt. Glücklicherweise mit einem Hinweis, dass es die Menschen bitte trotzdem nicht wegessen sollen. Gruselig.
Das Grabscherspiel... früh übt sich. Wie kommt ein deutsches Spiel mit dubiosem Namen in einen Gift Shop am Straßenrand im Nichts von Schottland? Den verblassten Farben nach zu urteilen liegt es da auch schon etwas länger. Ich hätte auch bei den Hundepommes mal aufs MHD achten sollen..
Aber genug von diesem Quatsch. Irgendwann gegen Mittag waren wir dann wirklich am Dunnottar Castle angekommen, und obwohl es noch regnete als wir ausstiegen wurde das Wetter immer besser. Das Gelände ist riesengroß, das glaubt man garnicht, und der Felsen ist umgeben von Kiesstränden und steilen Klippen auf beiden Seiten, echt schön!
Noch bei Regen, aber trotzdem schon eindrucksvoll...
Blick aus dem Schloss zum Land: steile Klippen und eine mysteriöse Höhle... ich wäre ja gern... aber der Weg war abgesperrt. Außerdem war es wohl nur ein Durchgang von einem Strand zum anderen, denn auf der anderen Seite der Klippe war ein Gitter angebracht. Indiannika Jones hat es herausgefunden!
Nach der Besichtigung hatte ich noch etwas Zeit, um mich am Stand ein bisschen umzusehen...
Langsam kam die Sonne raus, und von der anderen Seite der Bucht kann man die Größe des Burggeländes immernoch ziemlich gut einschätzen. Hier da der Weg durch den Kies unglaublich anstrengen war und ich mitlerweile nur noch 30 Minuten bis zurück zum Bus hatte habe ich mich entschlossen, lieber die Klippe hochzuklettern und oben entland zu laufen... das klingt jetzt abendteuerlicher als es war, es gab nähmlcih einen Trampelpfad der nach oben führte. Allerdings war der Zeitdruck doch da, so dass ich mich ein bisschen hetzen musste.
langsam den matschigen und glitschigen Pfad hinauf
...aber der Weg über die Klippen hat sich echt gelohnt! Von oben ist der Blick doch besser als von unten.
Da jetzt die Sonne voll da war und ich mich so beeilen musste war ich pitschnass geschwitzt, bich ich am bus ankam. Schon beim Klippe hochklettern hatte ich zwischenzeitlich die Jacke im Arm, aber im Bus saß ich dann erst mal im TShirt, bis ich die Vorstellung an einen Pulli wieder ertragen konnte.
Das zweite Ziel der Tour war Aberdeen, allerdings war es schon 2.45 bis wir dort endlich ankamen und ich war am verhungern, weswegen ich mich erst mal in ein gemütliches Pub gesetzt und lecker Veggi Fish (Halloumi Käse) and Chipsmit Erbsen und ein Bierchen getrunken habe. Erfrischend und lecker. Danach bin ich im Eiltempo nochmal um den Block geflitzt. Aberdeen ist schon sehr grau muss ich sagen... schön bestimmt an vielen Ecken, aber wenn man nur die graue Hauptstraße entlang guckt bei Regen bestimmt auch irgendwie deprimierend. Dann wiederum kann hier im dunklen Winter bei Dauerregen eigentlich jede Stadt deprimierend wirken. Im Sonnenschein, den wir heute ja hatten, war es aber ganz anders.
An der Uni in Aberdeen.
Kleines Gässchen entlang einer der beiden Flüsse, die durch Aberdeen fließen...
... in dem ein SEEHUND geschwommen ist. Leider gibt das Bild nicht mehr her, aber auch in der Realität hat man immer nur den Kopf und die Augen gesehen. Scheinbar ist es nicht ugewöhnlich, dass an dieser Stelle mal ein Seehund auftaucht, weil die Mündung sehr nahe ist und das Flüsschen, dafür dass es in einer Stadt fließt, noch relativ naturbelassen ist, also auch Kiesbänke und so weiter hat. Ich war begeistert.
Grau in Grau: alte Häuser aus Granit, Straßen geteert, neuere Bauten und Bausünden aus Beton. Wie das wohl ohne die Sonne wirkt?
Auch wenn die Straße vermutlich realtiv neu ist, verleihen die Pflastersteine ihr doch schon ein viel viel älteres und gemütlicheres Bild als die geteerten Straßen, die man in Glasgow überall findet. Der alte Kern von Aberdeen ist echt ganz schön.
Von Aberdeen sind wir dann zurück nach Glasgow, wo wir erst nach 8 ankamen. Daheim war ich todmüde, so dass mein Samstag Abend wenig spektakulär war. Am Sonntag habe ich dann zum ersten Mal ein bisschen meinen Hals gespürt. Ich bin durch die Stadt gebummelt und abends hatte ich dann noch stärker Halsschmerzen. Vermutlich die Kombination aus Training im Freien bei 1 Grad und am nächsten Tag schwitzend ohne Jacke Klippen hochklettern... Naja, diese Woche gibt es dann erstmal kein Training sondern Genesung für mich. Ob das meine neue Sportkarriere schon frühzeitig beendet kann ich euch dann beim nächsten Mal erzählen.
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